
editorial
liebe leser*innen!
Sr. M. Bonaventura Holzmann
Generaloberin, Konvent der Elisabethinen Graz
Sr. M. Barbara Lehner
Generaloberin, Konvent der Elisabethinen Linz-Wien
Wir sind am Ende des ersten Viertels des 21. Jahrhunderts angekommen. Berechtigt dürfen wir uns die Fragen stellen: Wie haben wir es begonnen? Was haben wir erlebt? Ein Blick in den „Rückspiegel“ zeigt uns, dass es wirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch und auch im kirchlichen Bereich große Herausforderungen und Veränderungen gegeben hat. Auch bei uns Elisabethinen gab es in diesem Vierteljahrhundert einschneidende Veränderungen, besonders für unsere Krankenhäuser. In Linz entstand gemeinsam mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern das Ordensklinikum Linz. Bei den Elisabethinen in Graz erlebte das Krankenhaus einen großen Paradigmenwechsel. Das Spital entwickelt sich als Schwerpunktkrankenhaus für Neurologie und Gerontopsychiatrie. Aus dem St. Elisabethspital in Wien wurde gemeinsam mit dem Hartmannspital das Franziskusspital.
Das Aufgezählte ist nur ein Bruchteil dessen, was wir in den 25 Jahren erlebt und auch gemeistert haben. Wie wir aus unserer langen Geschichte sehen können, haben sich die Generationen vor uns den Veränderungen nicht passiv ausgesetzt, sondern haben sie aktiv gestaltet. Ich traue mich zu sagen, die Schwestern waren hoffende Frauen, ihr Handeln war getragen von der Gewissheit, dass ihr Tun einen Sinn hat, manchmal auch ohne Rücksicht darauf, wie es ausgehen könnte. Zusammenstehen und gemeinsam gestalten und wirken verlangt unsere Zeit. Wir Elisabethinen in Österreich haben uns auch auf einen synodalen, das heißt gemeinsamen, Weg gemacht. Mit Mut und Gottvertrauen wollen wir auch in Zukunft, gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Kernauftrag unserer Gründung, für kranke und hilfsbedürftige Menschen da zu sein, erfüllen. Wegweisung dazu gibt uns die Charta der elisabethinischen Sendung, die wir gemeinsam 2017 erarbeitet und unter den Titel „Dem Leben Hoffnung geben“ gestellt haben.
Das letzte Jahr des Vierteljahrhunderts hat Papst Franziskus als „Heiliges Jahr“ ausgerufen, und zurecht stellte er es unter das Motto „Pilger der Hoffnung“. Im Gegensatz zum Optimismus schließt die Hoffnung die negativen Seiten des Lebens nicht aus. Hoffnung öffnet sich für das Kommende und für das noch nicht Seiende. Wir stehen vor dem Jahreswechsel und beginnen das zweite Viertel dieses Jahrhunderts. Gehen wir als Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung und Zeuginnen und Zeugen des Glaubens in und durch das neue Jahr und wenden wir uns liebevoll und hoffnungsfroh der Welt und den Menschen zu.
Liebe Leserinnen, liebe Leser, das Magazin der Elisabethinen in Österreich gibt Ihnen wieder einen querschnitthaften Einblick in die zurückliegenden und laufenden Aktivitäten der Elisabethinen in Österreich. Es werden Menschen vorgestellt, die inspiriert und beseelt vom Geist der Hl. Elisabeth in unseren Einrichtungen arbeiten und wirken.
Ich wünsche Ihnen Freude beim Lesen und Durchblättern.
SR. M. BARBARA LEHNER
GENERALOBERIN DER ELISABETHINEN LINZ-WIEN
IM NAMEN DER ELISABETHINEN IN ÖSTERREICH
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