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Ein Konzert im Zeichen der Hoffnung

Seit 21 Jahren ist der „Ort der Begegnung“ ein gerne frequentierter Kulturtreffpunkt bei den Elisabethinen in Linz. Vor allem auf dem Gebiet der Kammermusik hat sich diese Veranstaltungsreihe in der Linzer Kulturszene etabliert und lädt fast wöchentlich zu Konzerten mit hochkarätigen Musiker*innen im Ambiente des Klosters ein. Periodisch stehen auch immer wieder Orchester- und Chorkonzerte in der Klosterkirche auf dem Programm, so auch Mitte Oktober mit einem besonderen Konzert im Zeichen der Hoffnung.

Zu Gast war der in Oberösterreich sehr bekannte Bachl Chor unter der Leitung von Christian Schmidbauer. Das Motto des Abends lautete „Glaube – Liebe – Hoffnung“. Drei vielstrapazierte Worte, deren konkrete Manifestation man in unserer Gesellschaft leider oft vergeblich sucht. Der Glaube an Gott und an das Gute in dieser Welt ist vielen Menschen abhandengekommen, zu erdrückend ist die tägliche Flut an besorgniserregenden und schockierenden Nachrichten, zu belastet sind viele Beziehungen, zu belastend die täglichen Herausforderungen des Lebens, zu übermächtig das Gefühl des Ausgeliefertseins, zu Sinn-entleert scheint der Alltag. „Wo ist da Gott?“ fragen sich viele. Das Wort „Liebe“ wird noch viel öfter in den Mund genommen, aber jeder weiß, dass unter diesem Begriff vieles stattfindet, was mit Liebe sehr wenig zu tun hat. Unsere Wege hoffnungsvoll zu gehen, ist schwierig geworden. Aber die Hoffnung ist eine ganz wesentliche Triebfeder des Menschseins. Zeichen der Hoffnung sind wichtige Wegweiser, die uns halten und durch schwierige Zeiten tragen können.

Musik – eine universelle Sprache

So ein kleines Zeichen der Hoffnung war das Konzert mit dem Bachl Chor in mehrfacher Hinsicht: Musik verbindet Menschen über Empfindungen und Gefühle, man kann sagen direkt von Herz zu Herz, und ist daher universell verständlich. Dies gelang dem Chor und allen Mitwirkenden sehr beeindruckend einerseits durch ein sorgfältig gewähltes Programm – man hörte wundervolle Melodien u.a. aus der Feder von John Rutter, Astor Piazzolla, John Williams und Andrew Lloyd Webber – andererseits durch den wunderbar homogenen Chorklang, der einen breitgefächerten Klangteppich ausrollte und wohltuende Stimmungsbilder erzeugte. Berührend waren auch die Stücke für Violine (gespielt von Piotr Gladki, erster Geiger im Bruckner Orchester Linz), Sopran (Adriana Ferfecka) und Klavier (Oksana Kuzo).

Ein ganz besonderes Lied der Hoffnung war am Ende des Programms „Gabrielas Song“ von Stefan Nilsson aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“. Es ist jenes Lied, mit dem sich eine junge Mutter, begleitet vom Chor der Kirchengemeinde, von den Zwängen ihres gewalttätigen Ehemanns freisingt und wieder Hoffnung für die Zukunft schöpft. Darüber hinaus luden kurze Texte zwischen den vier Programmblöcken zum Thema Glaube - Liebe - Hoffnung zum Nachdenken und Innehalten ein.

Hoffnung konkret

Mit dem Konzert setzten der Chor, die Solist*innen und die Elisabethinen als Veranstalter auch ein ganz konkretes Zeichen der Hoffnung, denn mit den Einnahmen wurde die Arbeit der Hilfsorganisation CONCORDIA Sozialprojekte unterstützt, die Kinder, Jugendliche und deren Familien vor allem in Osteuropa auf dem Weg in ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben begleitet. Pater Markus Inama, Vorstandsmitglied der Stiftung, war aus Wien gekommen und nannte in seinen Grußworten einige Beispiele, wie mit dieser Unterstützung ganz konkret Familien Hoffnung und Wärme (im sprichwörtlichen Sinn) gegeben wird.

A. RETSCHITZEGGER


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