
Kaleidoskop Leben - Zwischen den Grenzen die Freiheit
Unter dem Motto „Zwischen den Grenzen die Freiheit“ luden die Elisabethinen in Österreich beim heurigen Symposium zu einem Tag der Reflexion und Inspiration ein. Gemeinsam erkundeten die Vortragenden, Diskussionsteilnehmer*innen und rund 250 Gäste im Linzer Musiktheater die Dimensionen der Freiheit – gesellschaftlich und persönlich.
Dr. Georg Fraberger brachte als klinischer und Gesundheitspsychologe sowie Autor in seinem Beitrag eine besondere Perspektive ein. Er sprach über den Vortragstitel „Freiheit und Frechheit“ und reflektierte, wie Freiheit psychologisch verstanden werden kann — nicht als grenzenlose Selbstbestimmung, sondern als Fähigkeit zur Selbstverantwortung und bewussten Gestaltung des Lebens, gerade auch angesichts innerer und äußerer Grenzen. Fraberger, der ohne Arme und Beine geboren wurde, nutzt seine eigene Lebensgeschichte als kraftvolle Erfahrungsebene und inspiriert damit dazu, die Balance von Freiheit und Verantwortung neu zu denken.
Prof.in Dr.in Isabella Bruckner näherte sich dem Thema des Symposiums „Zwischen den Grenzen die Freiheit“ aus theologischer und spiritueller Perspektive. Ausgehend vom paulinischen Wort „Zur Freiheit hat uns Christus befreit“ (Gal 5,1) beleuchtete sie in ihrem Vortrag, wie christliche Freiheit in unterschiedlichen Epochen verstanden und gelebt wurde. Sie zeigte anhand biblischer Texte und Lebenszeugnissen von Franz von Assisi, Dietrich Bonhoeffer und Etty Hillesum, wie Freiheit als Liebe, Mut zur Umkehr und Verantwortung gelebt werden kann. Ihr Vortrag machte deutlich: Zwischen den Grenzen – sei es gesellschaftlich, politisch oder persönlich – eröffnet sich ein Raum für eine andere, tiefere Freiheit.
Das Symposium bot neben inspirierenden Vorträgen auch zwei spannende Diskussionsrunden, in denen das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wurde. In der ersten Runde „Erlebte Grenzen und gewonnene Freiheit“ diskutierten Dr. Georg Fraberger, Mag.a Iris Hofer, Isabelle Ntumba und DSA Thomas Wögrath über persönliche und berufliche Erfahrungen mit Grenzen, Verantwortung und innerer Stärke. Die zweite Diskussionsrunde „Die Freiheit der Generationen“ brachte Prof.in Dr.in Isabella Bruckner, Generaloberin und Geschäftsführerin der Elisabethinen Linz-Wien Sr. Barbara Lehner, Mag.a Sylvia Bäck und den jungen Literaten Tobias Hollinetz zusammen. Hier trafen Lebenserfahrung, Bildung, Spiritualität und Kunst aufeinander – ein anregender Dialog darüber, wie Freiheit in unterschiedlichen Lebensphasen verstanden, gelebt und weitergegeben werden kann.
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