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Verantwortung für die Steiermark

Verantwortung für die Steiermark

Die Elisabethinen Graz haben seit Jänner einen Verantwortlichen für das Wirkfeld „lernen & leben“

 

Das Wirkfeld „lernen & leben“ umfasst in Graz bestehende und neue Bildungsangebote. Mit Mag. Peter Rosegger, MBA als Wirkfeldleiter gibt es seit Anfang des Jahres einen Verantwortlichen, der das Wirkfeld koordiniert und weiterentwickelt. „die elisabethinen“ hat ihn kennengelernt.

Was ist „lernen & leben“?

„LERNEN & LEBEN“ ist eines der vier Wirkfelder der Elisabethinen, die ihre Arbeit grundlegend kennzeichnen. Es unterstützt besonders die Werke der Elisabethinen entsprechend unserem Gründungauftrag mit dem Ziel, diese noch qualitativer und zukunftsfähiger zu machen. Dieses Wirkfeld umfasst Fragen der gesellschaftspolitischen Erwachsenenbildung, der Ausrichtung von Aus- und Weiterbildung und des strategischen Wissensmanagements. Vor dem Hintergrund eines reflektierten franziskanisch-elisabethinischen Profils gestalten wir dabei unsere Aufgaben in Ethik, Gesundheit und Spiritualität in Hinblick auf die Bedürfnisse der Patientinnen und auf Höhe der Zeit.

Wie sieht Ihr Werdegang aus?

ICH HABE THEOLOGIE in Graz studiert und 2003 meine Abschlussarbeit über Papst Benedikt XVI. geschrieben, dessen Neuen Schülerkreis ich angehören darf. Danach war ich elf Jahre im Sekretariat des emeritierten Diözesanbischofs Dr. Egon Kapellari tätig, von 2010 bis 2014 als Leiter und Bischöflicher Sekretär. Als solcher war ich mit strategischen, personellen und wirtschaftlichen Fragen befasst. Ab 2014 war ich Wissenschaftsreferent der Diözese Graz-Seckau und Bildungsreferent in der Katholischen Hochschulgemeinde Graz. Daneben habe ich ein postgraduales Wirtschaftsstudium absolviert. Meine Abschlussarbeit behandelte 2017 die Theorie des Symbolic Leadership und den Führungsstil von Papst Franziskus.

Was sind Ihre Aufgaben bei den Elisabethinen?

SEIT JÄNNER 2018 leite ich das Wirkfeld „lernen & leben“ und bin Assistent der Geschäftsführung. Als solcher unterstütze ich die Geschäftsführung und weitere leitende Verantwortliche in Hinblick auf den „Regionalen Strukturplan Gesundheit 2025“, der verschiedene Perspektiven und Herausforderungen für unser Haus mit sich bringt. Als Wirkfeldleiter ist es meine Aufgabe, die strategische Ausrichtung der Bereiche Bildung und Lernen besonders für den Krankenhausalltag zu gestalten und die Menschen, die bei uns tätig sind, in dieser Hinsicht bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Zudem begleite ich Fragen zur Neuakzentuierung der Spiritualität im Kurhaus im burgenländischen Marienkron in Hinblick auf Weite und Tiefe des entsprechenden Angebots.

Welche Initiativen dürfen wir aus diesem Wirkfeld erwarten?

VERANSTALTUNGEN UND IMPULSE, die dazu beitragen, das Profil der Elisabethinen im öffentlichen und interdisziplinären Diskurs noch sichtbarer zu machen. Hierbei ist für mich das Prinzip von Kooperationen wesentlich, um tragfähige Allianzen für das Gemeinwohl zu bilden. Ein Beispiel dafür ist die gemeinsame Gestaltung einer Veranstaltung im Rahmen des 800-Jahr-Jubiläums der Diözese Graz-Seckau, die die Elisabethinen gemeinsam mit der Caritas Steiermark organisieren. Im Krankenhaus versuche ich zu zeigen, dass Impulse zu lebenslangem Lernen und zur strategischen Ausrichtung von Bildung die tägliche Arbeit nicht behindern oder sinnbefreite Mehrarbeit bedeuten, sondern eine Dienstleistung für die Mitarbeiterinnen sind, um die tägliche Arbeit, die sie als Expertinnen mit hoher Kompetenz und großem Engagement leisten, noch nachhaltiger und effektiver zu machen. 

Was ändert sich dadurch, dass es jetzt einen Wirkfeldleiter gibt?

WIR LEBEN IN EINER ZEIT der zunehmenden Personalisierung, man verbindet Themen stark mit Personen. Katholischerseits ist das nicht neu und eine große Stärke. Dadurch, dass es mich als Wirkfeldleiter gibt, kommt zum Ausdruck: Lernen und Bildung sind wichtige Teile des elisabethinischen Auftrags. Kurz gesagt: Man weiß, wen man anrufen kann.

Was bringt die Zukunft im Wirkfeld „lernen & leben“ in Graz?

DIE ELISABETHINEN sind seit 1690 Teil einer heterogenen Stadt. Seit damals ist es unser Auftrag, die vielfältigen Nöte der Zeit – inspiriert vom Evangelium und in hoher fachlicher Qualität – lindern zu helfen. Wir stehen hier auf dem Dach unseres Krankenhauses und sehen die Stadt Graz. Die Ausrichtung von „lernen & leben“ steht unter der Prämisse: Was braucht die Steiermark? Wir wissen etwa, dass in der Steiermark Mitte dieses Jahrhunderts beinahe die Hälfte der Menschen über 65 Jahre in Graz leben wird. Hinzu kommen Fragen der Migration, der Digitalisierung oder der Ökonomisierung der Gesellschaft. „lernen & leben“ greift diese Entwicklungen proaktiv auf und stellt etwa die Frage nach dem Ort und der Rolle der älteren Menschen in der Gesellschaft. Welche ethischen und medizinischen Rahmenbedingungen sind heute für morgen nötig? Welches Wissen benötigen wir als Elisabethinen und können wir weitergeben, um diese Fragen nachhaltig zu beantworten? Oder um selbst zukunftsfähig zu bleiben? Das ist nicht delegierbar. Wie John F. Kennedy gesagt hat: „Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.“ Das gilt auch im übertragenen Sinn. Ich freue mich, dass ich in diesem spannenden Feld mitgestalten kann.

 

A. FELBER


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